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Jagdzeiten

Jagd- und Schonzeiten geben vor, wann einzelne Wildarten bejagt werden dürfen und wann nicht. Sie sind in Deutschland länderspezifisch festgelegt. Die Zeit, in der einzelne Arten nicht erlegt werden dürfen, wird als Schonzeit bezeichnet. Diese soll verhindern, dass Elterntiere während der Aufzuchtszeit bejagt werden. Denn dann würden die noch von ihnen abhängigen Jungtiere ebenfalls verenden. Die Jagd- und Schonzeiten für Niedersachsen finden Sie HIER

Jägersprache

Die Jägersprache oder auch Waidmannsprache wird unter Jägern im alltäglichen Jagdgebrauch genutzt. Mittels dieser können Jäger mit wenigen Worten jagdlich wichtige Feinheiten kurz und prägnant kommunizieren. Ihr bildhafter Wortschatz dient der anschaulichen Beschreibung von Wild- und Natur. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

"Der reife, noch rote Eissprossenzehner zog orgelnd am Wechsel in den Einstand."

Mit der normalen Sprache ist dies kaum darstellbar. Gäbe es keine Jägersprache, müsste der Jäger statt dieses kurzen Satzes folgende Erklärung abgeben:

"Der etwa zehn- bis zwölfjährige Hirsch, der noch das rote Sommerfell trug und ein Geweih mit zehn Zacken hatte - das Geweih hatte noch die Besonderheit, nach den jeweils untersten Zacken zwei verkümmerte Zacken zu haben - ging langsam, immer wieder kräftige Brunftlaute von sich gebend, auf dem Steig, den das Rotwild seit eh und je benutzt, in jenen Waldteil, den der Hirsch jetzt in der Brunftzeit als bevorzugten Tagesaufenthaltsort ausgesucht hat."

Einen Überblick über verschiedene Ausdrucksweisen in der Jägersprache finden Sie HIER

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Wer ist wer?

"Wie? Das Reh ist gar nicht die Frau vom Hirsch?"

Nein... und auch im Dinklager Wildtierpark kann man keine Rehe, sondern Damwild beobachten. Doch woran erkennt man den Unterschied?

Das markanteste Merkmal zwischen Rehwild, Damwild und Rotwild ist wohl die Größe. Ein ausgewachsener Rehbock wiegt gerade mal um die 28-22 kg, während ein Rothirsch etwas um die 200kg auf die Waage bringt. Ein Damhirsch wiegt ca. 60-80 kg.

Das männliche Stück Rehwild nennt man den "Bock". Das weibliche Stück heißt "Ricke" und diese bekommt ein "Rehkitz". Ein Rehbock trägt kein Geweih, sondern ein sogenanntes "Gehörn", welches meist zwischen 15-20 cm hoch ist und pro Seite 2 oder 3 Enden hat.

 

Beim Damwild spricht man nicht vom Bock, sondern vom "Hirsch". Die weiblichen Stücke heißen "Damtier" und die Jungen "Kälber". Damwild hat die markanten weißen Punkte auf dem Rücken. Ein Damhirsch trägt sogenannte "Schaufeln" auf dem Kopf.

Ein Rothirsch ist jenes majestätische Wesen, welches wohl am Häufigsten mit der Jagd in Verbindung gebracht wird. Der männliche Hirsch trägt ein Geweih, welches über 10 Enden an nur einer Seite haben kann. Die weibliche Hirschkuh trägt - wie alle anderen weiblichen Stücke auch - keinen Kopfschmuck und setzt im späten Frühling ein Kalb.

 

HIER gibt es weitere Infos zu den verschiedenen Wildtierarten in Deutschland.